Wenn der erste Plan nicht aufgeht und genau deshalb alles besser wird
Hallo ihr wundervollen Leser*innen meines Blogs,
hier war es eine Zeit lang ruhig… Ganz bewusst! Ich hab mir zum Jahresstart ein bisschen Zeit für mich genommen, um langsam reinzukommen, durchzuatmen und zu sortieren.
Wenn es in München grau und ungemütlich ist, ist das ein super guter Zeitpunkt, etwas Sonne zu tanken. Weil Pausen einfach dazugehören, damit neue Pläne und Ideen entstehen können!
Wir waren also im Urlaub auf Teneriffa. Viel warm. Viel draußen. Viel wandern. Schwimmen im Meer. Kopf frei kriegen. Nachdenken. Bücher lesen… Ein Hochgenuss!
Erstmal: schöner Ort… aber irgendwas stimmt nicht
Für die zweite Hälfte des Urlaubs hatten wir eine Ferienwohnung gebucht, die von der Umgebung her eigentlich super schön für uns gewesen wäre. Als wir ankamen, hatten wir aber leider direkt ein komisches Gefühl. Es roch seltsam. Im Schlafzimmer hingen drei intensive Raumdüfte, hier soll doch etwas überdeckt werden…!
Als wir die rausgenommen haben, wurde das bestätigt: Der Geruch war nicht „bisschen alt“, sondern eher „damn, hier stimmt doch was nicht“. Dazu kamen „Wasserflecken“ an den Wänden.
Wir haben es trotzdem eine Nacht probiert. Am nächsten Morgen roch es immer noch so intensiv, und das ist dann ein klares Alarmsignal vom Körper her, der sich weigert sich dran zu gewöhnen…
Plan B war kurz stressig, aber auch richtig gut
Also erst mal schauen, wie man das ohne finanziellen Totalschaden storniert bekommt (War easy! Und einen Gutschein gab’s on top!), kurz obdachlos sein, neu orientieren, zwei nice Optionen finden, sich für eine entscheiden, hoffen dass die die Buchung annehmen. Und yes! We got it!
War stressig, aber gleichzeitig hatte es auch was total Gutes… Dieses Gefühl, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Nicht auszuhalten, sondern klar zu sagen, das sehen wir so nicht für uns. Let’s do something about it! Now!
Und genau an dem Punkt wurde es echt cool. Weil Plan B manchmal sogar besser ist!
Und dann standen wir plötzlich im „House of Music and Sound“
Wir sind also in einem Hotel gelandet, das wir so nicht ausgesucht hätten, wenn der initiale Plan funktioniert hätte:
Hotel Buen Retiro – Casa de la Música y el Sonido in Güímar.
„House of Music and Sound“. Na klar! Bin ich mal nicht im Studio kommt das Studio, bzw. sowas ähnliches, halt zu mir! Yeah! Universumsmoment.
Dieses Haus war alt, ein bisschen verrückt, total charmant. Überall Musikzimmer. Instrumente im Haus, sogar im Garten. Da stand ein Drachenbaum und irgendwie hatte alles so einen besonderen Vibe.
Wir haben eine Führung bekommen, mein Spanisch kam dabei leider etwas ins Straucheln, weil Schule zu lange her ist und die so schnell reden und die Wörter ineinander fließen… Aber: Wir haben voll gemerkt, dass Musik hier wirklich gelebt wird.
Antikes Klavier, Harmonium und ein Frühstückskonzert
Eines der Musikzimmer hatte ein wirklich antikes Klavier. Ein bisschen verstimmt klang es, hier und da hat es geknarrt… Aber genau das hat es schön gemacht. Nicht perfekt, sondern mit Charakter. Am Leben, nicht in eine Vitrine im Museum.
Der Hausherr Mario hat uns was vorgespielt. Überall verteilt waren auch noch so viele andere Musikinstrumente… ein Harmonium, mehrere Geigen und ganz viele Klaviere… sogar im Garten!
Ein Highlight waren die Geigenkonzerte zum Frühstück. Für uns Tourist*innen natürlich ein Top-Programm aus verschiedensten Stilen, von Klassik bis Barbie Girl, alles davon wirklich richtig gut gespielt. Wir saßen da, Kaffee in der Hand, und haben es sehr gefeiert!
Was ich daraus mitnehme (auch fürs Musikmachen)
Es ist manchmal total sinnvoll, umzulenken, sobald man spürt „das passt nicht“. Nicht aus Prinzip, sondern weil’s sich lohnt, für sich einzustehen.
Pausen sind nicht „Zeit verlieren“. Für mich sind sie ein Teil davon, kreativ zu bleiben. Gerade wenn man viel macht, tut’s gut, ab und zu den Kopf zu lüften. Danach sehe ich oft klarer, was als nächstes dran ist.
Schön, wieder da zu sein
Jetzt bin ich zurück im Tonstudio München, der Winterschlaf ist vorbei, und ich freu mich auf ein Jahr voller Musikproduktionen.
Ich hab noch ein paar Slots für Produktionen in Q1 frei und arbeite gerade besonders gern mit Solo Artists, die aus ihren musikalischen Ideen wirklich was machen wollen, das sich nach ihnen anfühlt.
Wenn du magst: Schreib mir oder schick mir dein Demo (auch rough, z.B. Handyaufnahme). Und dann lass uns sprechen, was du vorhast dieses Jahr, worauf du Bock hast und wo du gerade Unterstützung brauchst.
Ich freu mich, von dir zu hören.
LG Julian
